Spargel – Herkunft und Unterschiede zwischen weißem und grünem Spargel
Kaum ein Gemüse verkörpert den Frühling in Deutschland so sehr wie Spargel. Von April bis Juni dreht sich bei vielen Genießer*innen alles um die zarten Stangen. Doch woher kommt der Spargel eigentlich – und was unterscheidet weißen und grünen Spargel?
Ein königliches Gemüse mit langer Tradition
Spargel wurde schon vor über 2.000 Jahren in Ägypten und im Römischen Reich als Delikatesse geschätzt. In Deutschland wurde er zunächst als Heilpflanze angebaut – erst später entdeckte man seinen kulinarischen Wert. Heute zählt Deutschland zu den größten Spargelanbauländern Europas, mit berühmten Regionen wie Beelitz, Schrobenhausen oder dem Münsterland.
Weißer Spargel – unter der Erde gewachsen
Weißer Spargel wächst in Dämmen unter der Erde und bekommt dadurch kein Sonnenlicht ab. Dadurch bleibt er hell und entwickelt ein mildes, feines Aroma. Die Ernte ist aufwendig – jede Stange wird von Hand gestochen. Typisch für weißen Spargel: die zarte Bitterkeit, die je nach Anbaugebiet leicht variiert.
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Grüner Spargel – das Sonnenkind
Grüner Spargel wächst oberirdisch und bildet durch das Sonnenlicht den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Dadurch schmeckt er kräftiger, leicht nussig und hat mehr Vitamine als sein weißer Verwandter. Er ist außerdem schneller zuzubereiten, da man ihn in der Regel nicht vollständig schälen muss.
Wussten Sie schon...?
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In Deutschland beginnt die Spargelsaison traditionell am 1. April und endet am 24. Juni (Johannistag) – danach gönnt man den Pflanzen eine Regenerationspause.
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Spargel besteht zu über 90 % aus Wasser und ist dabei kalorienarm, aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen – ein echtes Detox-Gemüse!